Fofftein, Aytekin, eine kalte Currywurst, eine Cola und ein verpasstes Tor.

Moin auch!

Ich möchte mich gar nicht lange über das Spiel gegen Wolfsburg auslassen. Ich bin gar so vermessen zu schreiben, es war klar nach den Auftritten in den Spielen zuvor. Die Stimmung ist gerade einfach auf Werders Seite, da hat man so ein leicht arrogantes Gefühl in sich, ein derartiges unglaubliches Selbstverständnis an den Tag zu legen. Die Mannschaft zeigt was der Trainer möchte, und lässt auch keinen Zweifel daran aufkommen. Und ich finde wir haben es auch alle verdient.

In Gesprächen mit Mitstreitern war ich wahrscheinlich der einzige der dieses Spiel nicht so recht mochte, warum werde ich noch erläutern, und jetzt bin ich doch wieder beim WOB Spiel. Möchte aber nur darauf eingehen wie es auf mich wirkte, der SV Werder stand tief, die Wolfsburger hoch. Für mich eher langweilig, insbesondere in der ersten Halbzeit. Die Statistiken täuschen nicht, der höhere prozentuale Anteil am Ballbesitz war eindeutig auf Wolfsburger Seite. Oder anders, unsere Jungs haben Wolfsburg bewusst kommen lassen und WOB ist auch herrlich darauf eingegangen. Ich kann nur mutmaßen, genau dieses war das Programm von Florian Kohfeldt. Nicht ins offene Messer laufen, geduldig aus einer guten defensiven Grundordnung in den Wolfsburger Raum starten. Gut das 1:0 resultierte aus einem Eckball, aber auch diese Variante auf die kurze Ecke geschlagen war ein Fest, ebenso der wuchtige, Schwedische Kopfballtreffer.

Im weiteren Verlauf erspielte sich Werder die klareren Chancen, während Wolfsburg einfach nur den Ball hatte, ohne sonderlich gefährlich zu wirken. Und dann fiel folgerichtig das 2:0. Wenn das erste Tor ein Fest war, dann war das zweite vierzehn Tage Freimarkt ohne Regen. Mit welcher Wucht Kainzi diesen scharfen Schlenzer im Casteelser Kasten unterbrachte, es war eine Augenweide.

Halbzeit

Richtung Ostkurve und mit 2:0 Führung denke ich immer, jetzt das dritte und der Sack ist zu. Da denken oft das Problem ist, insbesondere beim Fussball, sollte ich es lieber sein lassen……. denke ich.

Und schon pfiff Herr Aytekin Elfmeter für die Abteilung Kfz Herstellung. Von meiner Position war es schwer zu sehen, da Herr Aytekin aber sofort und ohne zögern auf den Punkt zeigte, war die Berechtigung für mich gegeben. Später im Fernsehbericht sah ich zudem noch, der Wolfsburger ist einfach prima auf die Umarmung von Moisander eingegangen. Kann man aber geben. 2:1

Dann hatte ich irgendwann Hunger.

3:1 Kainzi. Nöööö.

Statistisch gesehen habe ich pro Saison ein Abwesenheitstor. Da bin ich jetzt aber froh das ich das überstanden habe. Der Grund war Hunger und Durst, und beim Caterer im Stadion habe ich eine Currywurst bekommen, die wohl mal um 15:30 heiß war. Fairerweise muss ich aber erklären, ich bekam sofort Ersatz und eine Entschuldigung. Ich esse selten bis gar nicht im Weserstadion, aber nicht aus diesem Grunde, sondern eigentlich ist es mir viel zu teuer. Zudem dauert es mir zu lange dort, vor allem in der Halbzeit wenn sich alle in dem engen Gang auf der Nordtribüne treffen, der Ober-und der Unterrang vereint.

Auf dem Rückweg traf ich meinen langjährigen Sitznachbarn Bertram, der sich Sorgen um mich machte, weil ich so lange weg war. Das finde ich großartig von ihm und ich werde mich bei einem der nächsten Heimspielen dafür bedanken, toller Zusammenhalt wie ich finde. Jedoch muss ich erklärend anmerken, ich habe mir einfach mehr Zeit genommen und mich mit der Tresenkraft über das Tor gefreut.

Nun gut. 3:1 gewonnen. Der Rothosen- HSV Fan, der von mir eine Karte bekam war zufrieden über ein Spiel mit vier Toren, der restliche Anhang gönnte sich unterdessen drei frische Punkte im Tabellenbild, jedoch ohne großartige Veränderung in der Platzierung. Immer noch Platz Fofftein, dank einer solide, schwachen Auswärtsleistung von Mönchengladbach in Stuttgart. Aber wir müssen auf uns selbst schauen.

Fazit:

Nicht so viel denken. Denke ich mal.

Euer Markus

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