Montagsstress und Parkplatzglück

Moin!

Am Montag zum Kick ist jetzt nicht so das pralle Erlebnis, die Gründe hierzu werde ich im Laufe meiner Ausführungen noch präzisieren. Die Menschen, die schon 1975 von autofreien Städten träumten, sollten sich jetzt lieber zu Bett begeben. Ich hatte ja schon so eine Vorahnung, als ich etwas eher bei mir zuhause losfuhr. Es ist eine recht einfache Regel, da ich ja immer mit dem Auto zu Werder fahre, sind zehn Minuten früher oder später loskommen ganz entscheidend um noch einen Parkplatz zu bekommen. Ich parke ja immer, und ausnahmslos im Viertel, einerseits weil ich sehr bequem bin, andererseits ist die Abfahrt über die Humboldtstraße/Auf den Häfen Richtung Rembertikreisel die schnellste Möglichkeit für mich wieder gen Norden zu kommen.

Besonders gut funktioniert das, wenn im Lande Bremen Ferien sind, der eine oder andere ist dann wahrscheinlich nicht daheim. Das schlägt sich dann kurzerhand im Parkplatzangebot nieder. Und dann passiert folgendes:

Zwei z.Zt. durchschnittliche Fußballvereine, mit überdurchschnittlich guten Fans, spielen an einem Montag, die zudem vom Europapokal soweit weg sind, wie das Dreifachsternensystem Alpha Centauri von der Erde.

Jetzt die Crux, es war wie erwähnt kein Samstag, es waren keine Ferien, es war ein stinknormaler Montag im März. Und das auch noch abends.
Das wirkte sich erheblich auf den Verkehr in Bremen und umzu aus, vermutlich kam der abklingende Feierabendverkehr mit dem Fußballanreiseverkehr in Konflikt, dies war jetzt nicht so schön, so früh habe ich schon lange nicht mehr auf der Hochbrücke am Breitenweg „geparkt“. Umso furchtbarer der Blick auf das entfernte, schon Flutlichbemalte Weserstadion. Das war blöd. Mein selbst erstelltes Parkplatzfindesystem zerfiel langsam zu Staub, offensichtlich hatten andere ein ähnliches Vorhaben, ich muss das ganze mal überdenken, und NEIN Ich fahre nicht mit dem Zug. Das ich dann einen Parkplatz an der Bismarckstr/Ecke St.Jürgen Str, direkt am „P. Bargfrede Klinikum“ gefunden habe, war solch ein Riesenglück, das ich mehrmals diesen Parkplatz auf Schilder und Bemalungen gescannt habe, um ja nicht falsch zu parken. So bin ich dann, eine Türkische Pizza mapfend, und frohen Mutes über die St. Jürgen Str. Richtung Osterdeich geschlendert, und habe mich über im Kreis fahrende Kfz gefreut, denen wohl scheinbar nicht so viel Glück beschieden war.

An den liebgewonnenen Mitstreitern im Block Sechs konnte man unterdessen ein wenig ablesen, ob die Anreise eher entspannt oder angestrengt verlief. Einfach weil sie wider erwarten noch nicht anwesend waren. Schon an dieser Stelle würde ich den Montag als Spieltag kategorisch ablehnen. Benötigt eigentlich keiner. Ein Blick in den Unterrang der Ost offenbarte die zuvor angekündigte Protestaktion der Ultras. Der Mittelteil war durch Flatterband abgetrennt, nach dem Motto: „Hier könnten jetzt Ihre Ultras stehen“

Standen sie aber nicht, dann mussten wir während des Spiels das Heft eben selbst in die Hand nehmen. Das normale Liedgut ist ja jedem geläufig, die etwas schwereren Texte wurden gekonnt ausgespart und so war es doch eine ganz nette Atmosphäre im Weserstadion. Was aber auffiel, die Ultras fangen da an, wo die anderen aufhören, auch ist ein gesteuertes, choreographiertes Sing Sang eindeutig besser, weil auch einfach der Taktgeber hierzu fehlte. So verliefen einige Wechselgesänge mit der West dann im Sande. Erstens, weil die Vorbereitung hierzu oftmals in einer heißen Spielszene verebbte. Und zweitens, weil man hier wie dort nicht so recht wusste was man denn jetzt rufen sollte. Alle aufstehen, oder doch lieber schon einmal Werder oder Bremen? Das war jetzt nur bedingt schön. Ich meine, es ist vielleicht ein, maximal zweimal gelungen. Komisch, Pizarro Oh Oh kam deutlich angenehmer rüber, zudem ausgiebiger. Aber kein Vorwurf, eher eine Feststellung.

Deweiteren gab es während des ganzen Spiels Trillerpfeifen zu hören, davon habe ich beinahe Zahnschmerzen bekommen. Ekelhaft. Eine sinnvolle Form des Protestes ist es aus meiner Sicht auf keinen Fall, macht man damit das Spiel, welches man zu retten versucht eher kaputt damit. Aber da hat wohl jeder so seine eigene Sichtweise.

Zum Spiel nur soviel.
1:0 Veljkovic (33.)

1:1 Osako (53.)
2:1 Rashica (58.)
3:1 M. Eggestein (90.)

Dreizehnter Platz in der Bundesligatabelle, liest sich doch schon wieder ordentlich, jetzt gerne nachlegen in Augsburg.

Fazit: Der Schiri war auch eine Pflaume. Hieß aber nicht Kai, sondern Benjamin. Und der Stoll nervt mich immer noch.

Euer Markus

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