Rauf und runter, immer munter und Krake Pavlenka.

Moin!

Mich lässt ein mieses Gefühl partout nicht los, und zwar das ich neuerdings immer des abends im Stadion hocke. Tolle Leistung von den Fans aus beiden „Lagern“ ihre Mannschaft dennoch so zahlreich zu unterstützen. Wenn ich noch an meine BMG Tour denke, dann kann ich das gut nachempfinden, und wenn in diesem Falle gegen den BVB09 nur Dortmunder da gewesen wären, dann wäre es ja ein leichtes. Den Kfz Kennzeichen nach zu urteilen, kommen diese aber aus ganz Deutschland. Schon deshalb bewundernswert. Aber Vereine wie z.B. in diesem Fall Werder oder der BVB, mit einer solch großen Fan-Base „walken never alone“

Laufkundschaft ist der BVB nun wahrlich nicht, trotz einer durchwachsenen Saison, mit Problemen die ich gerne hätte, steht die Borussia außerordentlich gut da. Schon während des laufenden Spiels staunte ich, angesichts der geballten Kraft der Auswechselspieler, die ich alle mit Namen kenne. Schon deshalb habe ich vor dem Spiel ein 1:1 getippt, es kam dann ja auch so. Kann man natürlich hinterher leicht behaupten, ich kann es aber beweisen, wer dennoch Interesse verspüren sollte.

Es gibt ja solch Spiele wo ich mich als Werder Fan relativ sicher fühle, und solch Spiele mit unguten Gefühlen. Während ich diese „Wasserwerferspiele“ nicht so mag, wie z.B. gegen den HSV, Frankfurt, Hannover, sind Spiele gegen BMG, BVB, Mainz eher so Abteilung Familienspiele. Das ist natürlich ein rein subjektives Erlebnis meinerseits, aber wenn du oben auf dem Osterdeich vom Peterswerder aus kommend, schon auf solche monströsen Wasserwerfer blickst, das nervt eigentlich nur noch und ist vom Kopf her nicht schön.

Wie dem auch sei, es war ein typisches „Markus Familienspiel“ welches für mich schon im Ostkurvensaal begann, wohlwissend das ich dort das laufende Spiel Mainz gegen Leipzig auf der Videowand schauen kann. Wie immer hockt dort auf den Stufen der Kollege Ekki, zumeist alleine. Doch diesmal war irgendwas anders, um ihn herum mehrere nette junge Damen im angeregten Gespräch vertieft.

Ich kam gar nicht dazu etwas zu sagen, ich wurde sofort an den Tresen im Ostkurvensaal (OKS) beordert um Getränke zu besorgen, er hat wohl Versprechungen gemacht. Es stellte sich jedoch heraus dass wir die Damen schon beim Frankfurt Spiel kennenlernen durften, und wir von denen ein Getränk bekamen, es war quasi die Revanche dafür. Ok, war ja auch düster und schummrig im OKS.

Die Damen, wie sich im weiteren Gespräch herausstellte, sind aus dem schönen Ostfriesland, und angenehm umgänglich und normal. Die Mädels sehen wir sicher mal wieder, wäre schön.

Unterdessen erzielte auf der Videoleinwand der FSV Mainz 05 das zweite Tor gegen Brause Leipzig. Der Jubel im OKS sprach wohl einerseits dafür das man Mainz alles gute wünschte, und dem Konkurrenten HSV nicht, und andererseits weil man RB Leipzig so unendlich „gern“ hat in Bremen. Schlagartig leerte sich der Saal und man checkte ins Stadion ein.

Dort angekommen, sah man sogar das Mainz noch den dritten erzielt hat. Man sah aber auch den Oberrang der Schwarz Gelben West, sah leider Geil aus.

Wie ich anfangs erwähnte endete das Spiel 1:1. Es hätte aber auch locker ein 1:4, 5:7 oder sonst irgendwas witziges werden können. Dortmund war auch kräftig am Drücker jedoch ohne richtig Tempo reinzubekommen, hat aber dennoch gereicht für das 0:1 durch Marco Reus, nach etwas Gewusel im Strafraum. Danach hatten wir noch zwei dicke Chancen durch Juno und Max Kruse. Junos Schuss aus kurzer Distanz kratzte Bürki von der Linie und Kruses Querschuss ging flach am linken Pfosten vorbei ins Toraus. Der Herzschlag ging bei mir noch einmal höher als Reus allein auf Teufelskerl Jiri Pavlenka zulief, den wehrte Jiri Weltklasse ab, ohne zu übertreiben. Kurz vor der Halbzeit der Ausgleich für Werder durch Thomas Delaney, nachdem Maxi Eggestein Bürki nicht bezwingen konnte und der Abpraller bei Delaney landete, den hat er dann per Kopf über alle anderen beteiligten ins Tor versenkt. Jubel Jubel Tröööööt Trööööt

Die zweite Hälfte war dann das Spiel Jiri Pavlenka gegen Borussia Dortmund. Werder Bremen spielte auch noch mit, bis auf einen Flattermann von Eggestein, den Bürki erst beim zweiten mal hatte, und einem Fast Eigentor von Marco Reus der Junos Hereingabe nicht verwerten „konnte“, passierte von unserer Seite nicht mehr soviel. Dortmund hatte jedoch noch sehr gute Chancen durch z.B. Schürrle, aber was auch auf das Tor kam, alles wurde von Pavlenka vereitelt. Riesenkerl und leider derartig im Fokus, ich bezweifle das wir den lange halten können. Jedenfalls hat er uns drin gehalten und dafür gesorgt das wir im 11. Heimspiel hintereinander ungeschlagen sind. Und das gegen einen Champions League Aspiranten und wir zudem Ersatzgeschwächt. Großartig.

Uninteressant das wir schon vor dem Spiel nicht mehr Absteigen konnten, mit der Wiedererlangten Qualität hätten wir es auch so geschafft. Und wenn nicht jetzt gegen Dortmund, dann eine Woche später gegen Leverkusen. Und ganz am Ende wartet ja auch noch Mainz, wo auch immer etwas möglich ist. Und ganz nebenbei kann ich jetzt auch sicher mit meinem Junior nach Dortmund fahren, er ist ja schließlich BVB Anhänger, aber darüber ist das letzte Wort noch nicht gewechselt. 😉

Fazit: Es gibt solche, und auch solche Sorgen.

Euer Markus

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