Juno im Mai

Nun, eine Woche nach dem „Krakenfestival“ im Weserstadion dank Jiri Teufelskerl gegen Borussia Dortmund, da folgte schon der nächste Champions League Aspirant. Das sollte Bayer Leverkusen sein, auch keine einfache Aufgabe nach dem Motto: „Früher haben wir uns gegen die nicht einmal umgezogen“
Dascha wohl vorbei, eigentlich ging es auch gar nicht recht darum. Wie schon vorm BVB Spiel war klar das man in der Liga verbleibt, so musste man eher diesen oft zitierten Spannungsabfall befürchten, dieses jedoch dürfen die Werder Mannen nicht, sonst ziehen sie den ungebrochenen Zorn des Übungsleiters auf sich. Ich vermute das würde nicht so lustig sein in der Kabine. Aber auch darum ging es eigentlich nicht.

Ja, auf was sollte man sich denn dann noch freuen? Ganz klar, der Käptn geht von Bord. Nicht das ich mich darüber freue das er geht, ich freute mich eigentlich mehr über die anstehende und würdevolle Verabschiedung von Juno. Waren doch ein paar Gänsehautmomente durchaus drin, und so kam es dann auch, schon vor dem Spiel brandete Applaus auf als sein Name genannt wurde, ich denke er hat alles richtig gemacht, die Menschen mögen ihn, und er ist ein Teil von Werder Bremen. Ein Vorbild an Einsatz, kein Dummschwätzer, er war da wenn es brenzlig wurde im Saisonverlauf, unvergessen seine wichtigen und vor allem schönen Treffer, er ist geblieben wo man leicht hätte sagen können – Ich gehe, bevor ich einen Abstieg mit zu verantworten habe-
Ich werde ihn vermissen, und ich gebe zu das ich unter meiner Sonnenbrille feuchte Augen hatte. Und so isses mir eigentlich auch wurscht was dann passierte im Spiel, nämlich nix. Zumindest Tortechnisch. Ein 0:0 der besseren Art würde man wohl sagen, aber das lag wohl eher an Leverkusen und nicht so recht an Werder, die sich zwar bemühten, jedoch nichts richtiges zwingendes auf das Grün brachten. Man kann aber wohl annehmen das genau das der Kohfeldtsche Plan war, aus einer sicheren defensiven Grundordnung heraus ab und zu Offensiv etwas zu wuppen. Leverkusen bestach durch einen Volland, der so ein büschen machen durfte was er wollte, aber richtig sauber hat auch Leverkusen die Dinger nicht (zu unserem Glück) zu Ende gespielt. Überhaupt war das ein Spiel in dem wir so gut wie selten bis gar nicht auf das Tor schossen, und Konter waren schon mal gar nicht unsere Waffe gegen gut aufgestellte Leverkusener Konterbewacher. Die wollten auch nicht ins Messer laufen, denn wenn Werder erstmal rollt… Die müssen ja auch das Spiel machen, so ihr Schicksal.
Aber auch Max Kruse schien ein wenig verloren da vorne, ehe Jerome Gondorf zur Unterstützung kam, aber irgendwie wurde es dadurch noch langsamer, im sowieso schon lahmen Umschaltspiel. Die Minuten vergingen und irgendwann war auch Bayer mit dem Punkt zufrieden.

Jetzt kam dann noch Zladdis Auswechslung, ein unglaublicher Begeisterungsapplaus ging durch das sonnige Weserstadion, was für ein Rahmen und was für eine Verneigung vor unserem Capitano. So habe ich mir das gewünscht, und er sich wahrscheinlich auch. Ein schönes Timing vom Trainer ihn zur 90.Minute vom Platz zu nehmen. G Ä N S E H A U T E N T Z Ü N D U N G am ganzen Körper. Jetzt war dieses Spiel eh nur noch Nebensache, man wollte den Juno auf dem Zaun haben, und so kam es dann auch. Schöne unvergessliche Momente für alle Beteiligten.

Mach es gut Juno, du bleibst in unseren Herzen.

Fazit: Kein Fazit, eine Verneigung.

Sechseinhalb Jahre Zlatko Junuzovic für Werder Bremen.

Dankeschön Zladdi.

Euer Markus

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