Einer geht noch, einer geht noch rein….

Zweifelsohne habe ich gegen Leverkusen die richtige Tordifferenz getippt, denn ich habe meinen ersten Tipp noch von 3:1 auf 4:0 verändert, angesichts der Niederlage der Bayermannschaft im Letziggrund. Stichwort: Zürcher Geschnetzeltes

Eine gefühlte Ewigkeit lang, ist mir mein Tipp noch nie so krachend auf die Pfoten gefallen. Und auch wenn man sich so umhörte im Block (mit einer Ausnahme), dann konnte es nur einen Kantersieg geben.

Denkste.

Leverkusen verstand es, unsere neuformierte Abwehr immer öfter in Verlegenheit zu bringen. Ich bin nun keiner der das Stadion zwingend verlassen würde, aber meine Geldkarte lade ich ganz bewusst immer während des Spiels auf. Kenner werden wissen was ich von den langen Warteschlangen im Weserstadion halte.

Das 0:1 fiel noch während meiner Anwesenheit, die anderen beiden Buden fielen wohl kurz danach, weil die Menschen plötzlich in Scharen und schimpfend zum Bierstand, geradezu flüchteten. Unterdessen habe ich mit der Kartenaufladefrau geklönt, und wir ahnten wohl beide was dort geschehen war. Also ich Pommes mampfend wieder rein, und auf halbem Weg kam mir mein Sitznachbar nahezu fassungslos und kopfschüttelnd entgegen.

„Ey Tobi, du hattest doch gleich ein schlechtes Gefühl, schon zu Beginn“ (hier die Ausnahme)

Aber die Hoffnung ist ja ehe immer eine andere. Selbige hatte ich übrigens auch zur zweiten Halbzeit. Meine Rechnung war, wenn unsere Jungs nur ein Tor machen, werden die Leverkusener schon zappelig. So war es dann auch, also zumindest kurz. Der Jungspund Pizarro und dann noch Osako. Das war schick. Ein Ruck ging durch den Holy Ground und plötzlich hatten wir ein anderes Spiel, wie schon gesagt, kurzzeitig. Wir hatten beim wilden anrennen wohl vergessen, die Abwehr war immer noch indisponiert und löchrig, und ich gebe es zu, die BayerNullvierer immer noch gnadenlos. So fiel dann fix das 2:4. Da ich immer noch nicht merkte das unsere Aufstellung suboptimal war, hatte ich immer noch Hoffnung. Die war dann aber auch mit dem 2:5 und mit dem 2:6 schnell dahin. Ich habe dann noch ein paar anständige Szenen beklatscht und habe artig auf den Schlusspfiff gewartet. Hatte aber wider erwarten keine allzu schlechte Laune, lebte ich doch von dem kurzzeitigen aufflackern bis zur zweiundsechzigsten Minute.

Um es kurz zu sagen, ich empfinde diese Niederlage nicht so als Beinbruch, da kam ein wenig viel zusammen, auch möchte ich mich nicht an einzelnen Spielern und deren Leistung hochziehen, dafür haben wir ja einen sehr guten Trainer. Der wird die richtigen Texte und Einheiten finden. Und schon bald sind wir wieder da. Im Nachhinein bekommt unsere Niederlage auch vielleicht einen anderen Stellenwert, wenn man betrachtet wie Bayer04 in Mönchengladbach im Pokal aufgetreten ist, die haben sich wohl gefunden. Erstaunlich nach dem Auftakt.

Wir werden schon in Mainz am Sonntag wieder eine ganz andere Truppe erleben.

Fazit: Einen Schritt zurück und zwei nach vorn.

Euer Markus