Mit wenig viel, oder warum spielen die nicht mit uns. 

Zugegebenermaßen war der DFB-Pokal Erfolg gegen Hoffenheim auf den ersten Blick mehr als glücklich. Angesichts der gewählten Aufstellung durch den Trainer, konnte man nicht viel Hoffnung haben. 

Aber worauf hofft man eigentlich ständig? Auf ein Spektakel aus einer längst vergangenen Zeit? Auf irgendein Knoten der platzt?

Die Realität in der Hinrunde bedeutet, hinten dicht, und vorne mal schauen.

Das mit dem hinten dicht funktioniert eigentlich ganz anständig (Pavlenka unglaublich stark). Die Abwehr wirkte in der Tat wie ein Bollwerk, richtig unruhig ging es meiner Meinung nach sehr selten zu. Das ganze geht aber eindeutig zu Lasten der Offensivbemühungen. Wenn man derart massiv und tief steht, dann braucht es kluge und genaue Pässe zur Entlastung. Dafür ist es aber zumindest in der derzeitigen Situation nicht an der Zeit, ich meine das im Moment genau das der Plan des Alexander Nouri ist, oder angesichts der Offensivmisere nur sein kann.

Das die Hoffenheimer sich nach dem Spiel über die destruktive Spielweise des Gastgebers mokierten, kann man ein Stückweit nachvollziehen, andererseits sichert es aber das sportliche dasein eines arg gebeutelten, und finanziell schlecht „situierten“ Vereins. Und hier sind die Hoffenheimer Opfer gegen einen Ligagegner geworden, dem fast keine andere Wahl bleibt als so zu agieren, auch weil es eben solche Konstrukte wie z. B. Hoffenheim gibt. Hier kommen dann mal schnell solche Partien heraus, die dem ganzen sportlichen Ungleichgewicht geschuldet sind. Ich vermute das wir uns daran gewöhnen müssen. 

Aber man sieht sich ja immer zweimal im Leben, in diesem Fall sogar dreimal. 

Schon wieder Dortmund! Pokalfinale 1989!

Ich möchte die Dortmund Wochen mit Erlebnissen vom DFB Pokalfinale 1989 abschließen. Im nachhinein ein denkwürdiges, weil es auch die Geburtstunde eines grandiosen Stadionsprechers war. Sicher auch noch mehr, aber als Mensch kenne ich ihn leider nicht, und als Fußballer ist er meines Wissens auch nicht mehr so dolle in Erscheinung getreten. Mögen es mir die Dortmunder verzeihen.

Also ich kannte diesen Norbert Dickel bis zum Pokalfinale nicht. Franky Mill schon eher, hat er uns doch auch regelmäßig mit seiner verblüffenden Genialität mehrfach gequält. So auch in diesem Spiel, jedoch war der Mann der Stunde eindeutig dieser Dickel. Dickel, Dickel. Alleine dieser Name hat mir auch später noch Alpträume bereitet. Heute kann ich darüber eher schmunzeln, die Altersmilde kommt wohl durch, und die Erkenntnis, die anderen können auch Fußball spielen. Um es kurz zu machen. Werder hat 1:4 verloren.

0:1 Karl-Heinz Riedle (15.) Damals noch für Werder unterwegs.
1:1 Norbert Dickel (21.)
2:1 Frank Mill (58.)
3:1 Norbert Dickel (73.)
4:1 Michael Lusch (74.)

Soweit so gut. Es könnte sein, die Dortmunder haben unsere grün Weiße Truppe mit ihren erstmals im Pokalfinale getragenen Biene Maja Socken hypnotisiert.

Aber wie auch immer, eventuell waren sie an diesem warmen Abend am Samstag, dem 24. Juni 1989 in Berlin, einfach nur die bessere und gierigere Mannschaft.

Ein gewisses Interesse an Borussia Dortmund ist seitdem auch in mir gewachsen. Das kann und möchte ich auch nicht verbergen. Aber wen juckts?

Anekdote am Rande, auf der traurigen Heimfahrt lief im Radio You’ll Never Walk Alone

Motto des Tages: Es ist wie es ist.

Euer Markus

Dortmund, woll!!

Mit wenig Erwartungshaltung und viel Freude sind wir nach Dortmund gefahren. Aber so eine Europapokalqualistimmung wollte sich nicht breit machen, spukten doch die beiden Spiele gegen Köln und Hoffenheim in unseren Köpfen, die so ein wenig nach Schaafscher Prägung daherkamen.
Vorne viel, hinten mehr war das Motto, und so kam es dann auch in Dortmund.
Aber angesichts des breiten grün-weißen Fanaufkommens, und den vielen bekannten Gesichtern, konnte man die 3:4 Niederlage relativ Relaxed hinnehmen.
Wetter gut. Bier gut. Stimmung gut. Geiles Spiel.
Fußballfan wat willste mehr, woll?

Eine kleine Anmerkung sei mir dennoch erlaubt.
Leute, hört auf mit diesem dämlichen Bierbecherwerfen, nur weil euch irgendwas nicht gefällt. Das ist Enddumm und zudem gefährlich.
In Dortmund wurden diese Idioten recht professionell und mit einer geradezu großen Perfektion von den Sicherheitsleuten herausgefiltert.

Dafür ein Dankeschön.

Motto des Tages: Immer schön genießen.

Euer Markus